Rosia Montana

Seit mehr als 2000 Jahren wird in Rosia Montana, einem kleinen Ort im Apuseni–Gebirge Rumäniens, nach Gold Gesucht. Die Goldgräber schlugen mit Hilfe von Feuer und Wasser ein Netz aus Goldschächten in den Fels welches eine Gesamtlänge von mehr als 100km aufweist.
Die Kanadische Minenfirma «Gabriel Resources» plante hier den Bau der grössten open–pit Goldmine Europas. Gebäude und Grundstücke wurden aufgekauft und erste Familien umgesiedelt. Lange Zeit wurde das Projekt von der rumänischen Regierung unterstützt. Proteste gegen das Projekt weiteten sich über die Landesgrenzen aus, wodurch der Druck auf die Regierung stieg. 2013 veranlasste dies das rumänische Parlament, einen Gesetzesentwurf der Regierung abzulehnen, der den Weg für die Mine geebnet hätte.
Im angrenzenden Tal sieht man die Auswirkungen welche auch Rosia Montana gedroht hätten. Am Fuss der Kupfermine Rosia Poieni wurde das Dorf Geamana geflutet um das mit Schwermetall angereicherte Wasser der Mine aufzufangen.